Die Ostsee (Baltisches Meer) gilt unter Seglern als ein Juwel nördlicher Reviere: kaum Tiden, viele Inseln, geschützte Buchten und eine gut ausgebaute Hafeninfrastruktur machen sie ideal für entspannte Reisen unter Segeln.
Im Folgenden präsentiere ich eine Auswahl besonders reizvoller Mouillagen und Ankerplätze entlang der Ostseeküste – abschließend mit praktischen Hinweisen zum Segelboot Mieten.
Ausgewählte Traumankerplätze der Ostsee

a) Schwedens Südostküste – Gryts- und St. Annas-Archipel
Zwischen dem Kalmar-Sund und der Ostküste Schwedens erstrecken sich zahllose Inseln und Schären, die ruhige und geschützte Ankerlagemöglichkeiten bieten. In kleinen Schärenbuchten findet man oft Ruhe und guten Schutz.
Solche natürlichen Rückzugsorte zählen zu den Favoriten vieler Segler.
b) Archipelmeer (Åland & südliches Finnland)
Das Archipelmeer zwischen dem südwestlichen Finnland und Åland zählt zu den dichtesten Inselgruppen der Ostsee. Hier finden sich zahllose kleine Buchten, Inseln mit Granitfelsen und ruhige Passagen – ideal für Tages- und Nachtanker.
Die Abgeschiedenheit, das klare Wasser und die milde Sommerstimmung machen diesen Teil zu einem Klassiker.
c) Greifswalder Bodden / Usedom (Deutschland)
Im Südosten der deutschen Ostseeküste, nahe Rügen und Usedom, liegt der Greifswalder Bodden. Von hier aus lassen sich reizvolle Routen planen, die auch in geschützte Binnengewässer hineinführen.
Ein besonderes Merkmal ist die Nähe zu Inseln und schmaleren Wasserstraßen, die Schutz und interessante Navigation verbinden.
d) Breitling bei Rostock (Warnow-Mündung)
Die Breitling ist eine buchtenartige Ausweitung in der Nähe von Rostocks Ostseezugang. Sie bietet geschützte Wasserflächen nahe dem Festland.
Für Segler, die Küste und Landnähe schätzen, ist dies ein praktisch gelegener Ankerplatz.
e) Weitere interessante Häfen & Marinas
Neben freien Ankerplätzen sind auch ausgewählte Marinas empfehlenswert, beispielsweise:
- Ancora Marina (Neustadt/Holstein) – moderne Anlage an der Lübecker Bucht
- Baltic Sea Resort (Kröslin) – zwischen Usedom und Rügen gelegen
- Marina Jurmala (Lettland, Golf von Riga) – ruhig und naturnah
- Sapokka Guest Harbor (Kotka, Finnland) – charmant und mit skandinavischer Atmosphäre
Diese Häfen können als sichere Zufluchtsorte dienen, wenn das Wetter umschlägt oder ein Landgang geplant ist.
Anforderungen & Sicherheit beim Ankern

Beim Ankern an freien Stellen ist besondere Sorgfalt notwendig:
- Grundbeschaffenheit prüfen: Sand, Ton oder Algenbewuchs beeinflussen den Halt des Ankers.
- Schutzeffekt beachten: Wind und Schwell sollten möglichst begrenzt eintreten – Buchten mit Inseln im Windschutz sind besonders geeignet.
- Abstand zu Untiefen und Hindernissen: Die Ostsee ist reich an Unterwasserbänken – genaue Karten sind unverzichtbar.
- Ankeralarm und Wache: Besonders nachts ist ein Alarm oder eine Bereitschaftsperson empfehlenswert.
- Lokale Regeln: Einige Küstenabschnitte stehen unter Schutz und unterliegen Einschränkungen.
Die deutsche Ostseeküste bietet zahlreiche dieser Plätze, doch gerade in der Hochsaison sind Häfen oft ausgelastet – freies Ankern ist daher eine willkommene Alternative.
Segelyachtcharter in der Ostsee – segelboot mieten

Wer nicht mit eigenem Boot anreist, kann in der Ostsee problemlos eine Segelyacht chartern. Der Markt ist gut aufgestellt – von schwedischen Basen bis zu deutschen oder finnischen Charterfirmen.
Ein namhafter Anbieter ist GlobeSailor, der Segelyachten in Schweden, Finnland, Deutschland und weiteren Ostseerevieren vermittelt.
Mit dem Angebot segelboot mieten ermöglicht GlobeSailor auch Einsteigern den Zugang zu traumhaften Revieren.
Wichtige Hinweise:
- Saison: Hauptsaison ist von Mai bis September.
- Bootsarten und Größen: Vom kleinen Einrumpfboot bis zum Katamaran ist vieles möglich.
- Bareboat oder mit Skipper: Wer Erfahrung hat, kann bareboat segeln, ansonsten empfiehlt sich ein Skipper.
- Versorgung & Logistik: Die meisten Basen liegen verkehrsgünstig, was die An- und Abreise erleichtert.
Auch große Plattformen bieten in der Ostsee mehrere hundert Segelyachten an – die Preise variieren je nach Bootstyp, Saison und Revier.
Beispielroute mit Traumankern
Ein typischer einwöchiger Törn könnte so aussehen:
- Start in Rostock oder Kröslin
- Weiterfahrt nach Usedom / Greifswalder Bodden
- Überfahrt in die südschwedischen Schären
- Ankern im Archipelmeer (Finnland / Åland)
- Rückkurs entlang der Küste mit Zwischenstopp in ausgewählten Marinas
So lässt sich eine Kombination aus Natur, geschützten Ankerplätzen und kulturellen Landgängen erleben.